Raus aus dem Weihnachtswahnsinn
Shownotes
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Liebe Grüße Yvonne
Musik: Envato Elements Item
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00:00:26: Hallo und herzlich willkommen bei Evalon Moments.
00:00:29: Diese Folge ist speziell für alle Frauen da draußen, die sich gerade so richtig gestresst fühlen, die weder einen noch auswissen, die nicht wissen wohin mit ihren endlos langen To-do-Listen und trotzdem den Druck verspüren, am besten alles noch rechtzeitig vor Weihnachten wirklich so perfekt zu machen oder zu erledigen, dass es perfekt wird.
00:00:54: Also... Diese Folge ist für dich.
00:00:57: Wenn du gerade mehrere Bälle in der Luft hältst, John Liers sprich alles für das bevorstehende Fest organisiert, planst, was gibt es zu essen?
00:01:06: Einkaufslisten schreibt, die Geschenke kaufst, wer kommt, wann?
00:01:10: Wo müssen wir, wann auftauchen?
00:01:12: Ah, Kekse muss ich noch mit den Kindern backen.
00:01:15: Und das Obst für das Weihnachtsfest in der Kita, das muss ich noch schnell auf dem Heimweg nach Hause kaufen.
00:01:20: Oder ach, da ist ja noch das Kostüm für die Theateraufführung meiner Tochter in der Schule, das will noch genäht werden und so weiter und so fort.
00:01:28: Ja, also, wenn du dich jetzt so ein bisschen daran wiedererkennst, ja, für dich ist diese Folge, denn sie soll dich vor allem an eines erinnern.
00:01:37: Niemand da draußen hat etwas davon, am wenigsten deine Familie, wenn du gestresst und gehetzt durch die Adventszeit rennst, dich irgendwann mal mit einem Glühwein tröstest und am Weihnachtsabend völlig ausgebrannt bist und einfach nur noch deine Ruhe haben willst, weil gerade um diese Weihnachtszeit, ja, fallen viele Frauen in alte Rollenverständnisse.
00:02:03: Ich muss es doch für meine Familie perfekt machen, weil du glaubst, dass das von dir erwartet wird.
00:02:08: und ja, möglicherweise wird das sogar von dir erwartet, weil du hast es ja immer gemacht.
00:02:15: Das Ding ist nur, du bist gar nicht auf dieser Welt, um die Erwartungen der anderen zu erfüllen.
00:02:20: und nein, du bist auch nicht egoistisch, wenn du es nicht tust.
00:02:26: Denn was soll schon passieren?
00:02:29: Ich habe für mich in diesem Jahr beschlossen, es radikal anders zu machen.
00:02:34: Zum Beispiel habe ich meine Familie mitgeteilt, wo gemerkt sind alle Kinder mittlerweile erwachsen und meine Familie heißt, ich lebe in der Patchwork-Familie, ja, fünf Kinder.
00:02:45: Es gibt auch schon eine Enkeltochter.
00:02:47: Die sind aber alle außer Haus, ja.
00:02:50: Aber in diesem Jahr habe ich radikal beschlossen, ich mache es komplett anders.
00:02:55: Ich mache kein einziges Geschenk, obwohl das stimmt nicht.
00:02:58: Unser Enkeltochter, die bekommt etwas.
00:03:00: Aber ansonsten kaufe ich nichts.
00:03:04: Und natürlich erwarte ich auch nichts.
00:03:06: Denn in diesem Jahr habe ich überhaupt keine Lust auf diesen Konsumwahnsinn, auf diesen Druck, ja, das Richtige zu finden und das Richtige zu schenken.
00:03:18: Und dann auch die tollste Deko.
00:03:21: Ja.
00:03:22: Ich habe den Hintern gesagt, ich würde mich viel, viel mehr darüber freuen, wenn wir einfach ganz entspannt die Zeit zusammengenießen, vielleicht was spielen, ist einfach uns wirklich entspannt nett machen.
00:03:38: Ohne Druck, ohne Erwartung, ohne alles.
00:03:42: Und klar, das ist, was ich für mich entscheide, müssen alle anderen nicht mitmachen.
00:03:46: Sie können so gestalten, wie sie es wollen, aber ich habe es für mich entschieden und ich ziehe das so durch.
00:03:52: Ja, ich habe zum Beispiel in diesem Jahr auch noch nicht eine Sache hier geschmückt.
00:03:57: Ich habe nicht mal ein Adventskranz.
00:03:58: Warum nicht?
00:03:59: Weil ich es noch nicht gefühlt habe.
00:04:01: Und wenn ich es noch nicht fühle, dann mache ich es nicht.
00:04:03: Und wenn mein Partner zum Beispiel sagt, ich habe jetzt Bock auf ein Adventskranz, dann soll er einen besorgen.
00:04:10: Also gerne.
00:04:12: Erwachsener Mann.
00:04:14: Was ich stattdessen mache, ich genieße die Zeit momentan am liebsten mit mir allein.
00:04:20: Und die nutze ich auch.
00:04:21: Und zwar für alle Dinge, die in all den Jahren zuvor zu kurz gekommen sind.
00:04:26: Zum Beispiel, um zu malen, um Gitarre zu spielen.
00:04:31: Ich meditiere momentan sehr viel.
00:04:33: Ich lese Bücher und ich schreibe total gerne momentan.
00:04:38: Schreiben macht mir wieder unheimlich viel Spaß.
00:04:40: Und im Grunde genommen beschenke ich mich die ganze Zeit selbst, weil ich all das tue, was mir Spaß macht.
00:04:48: Und vor allem beschenke ich mich darin, dass ich mich in diesem Stress nicht mehr aussetze.
00:04:53: Und das ist kein Egoismus, liebe Frauen da draußen.
00:04:56: Das ist radikale, pure Selbstversorge.
00:05:00: Und was soll ich dir sagen?
00:05:02: Diese Selbstversorge, Vorsorge, Fürsorge, ja, die ist sogar ansteckend.
00:05:09: Denn meine Kinder, die ticken in dieser Hinsicht genauso wie ich, mein Sohn, Der hat sich seit seiner Pubertät schon aus diesem Weihnachtswahnsinn herausgezogen.
00:05:21: Und meine Tochter, die findet das auch super, weil sie sagt, dann habe ich nicht den Druck irgendwie das auch mitmachen zu müssen.
00:05:32: Das heißt natürlich nicht, dass wir nicht trotzdem was Gemeinsames Schönes machen.
00:05:36: Klar, ich schnappe mir meine Kinder, wie gehen auf dem Weihnachtsmarkt und... trinken Glühwein, essen, lecker Krebs und so weiter viel verbringen einfach nur eine schöne Zeit zusammen.
00:05:49: Und wir veranstalten auch hier auf dem Hof ein Glühweinumdruck mit all den Menschen, die wir einfach gern haben, die hier auf unserem Hof auch ein und ausgehen, die hier mitwirken, mitgestalten und das mit den Menschen, die uns am Herzen liegen, die wir mögen.
00:06:06: Wir laden niemanden ein und mit wir meine ich mein Partner und ich.
00:06:10: weil wir denken, wir müssten ihn einladen oder wir fühlen uns verpflichtet.
00:06:14: Wir sind radikal, ehrlich und authentisch.
00:06:18: Das triggert natürlich im Außen, das weiß ich.
00:06:21: Nur wenn man sich der eigenen Wahrheit verpflichtet fühlt, dann ist das die natürliche Konsequenz und dann darf man aushalten, dass manche Menschen da draußen vielleicht beleidigt sind, weil wir deren Erwartung nicht erfüllen oder weil wir aus diesem Spiel ausgestiegen sind.
00:06:40: Und ja, ich weiß, das ist nicht für jede von euch so einfach.
00:06:45: Vielleicht hast du kleine Kinder.
00:06:47: Vielleicht lebst du in einer Partnerschaft, in der dein Partner ganz andere Vorstellungen von Weihnachten hat.
00:06:53: Vielleicht hast du Schwiegereltern, die beleidigt sind, wenn nicht alles so läuft wie immer.
00:06:59: Und ich verstehe das, ja?
00:07:00: Und ich sage auch nicht, dass du von heute auf morgen alles über Bord werfen sollst.
00:07:05: Was ich sage, ist, fang an, dich zu fragen, was du eigentlich willst.
00:07:10: Was würde sich für dich gut anfühlen und nicht was für alle anderen, sondern einfach mal nur für dich.
00:07:17: Und das ist der erste Schritt raus aus diesem Hamsterrad, sich überhaupt mal die Erlaubnis zu geben, diese Frage zu stellen.
00:07:25: Viele Frauen, die zu mir in die Praxis kommen, die haben diese Frage jahrzehntelang nicht gestellt.
00:07:31: weil sie einfach nur funktioniert haben, weil sie erfüllt haben, was von ihnen erwartet wurde, weil sie die guten und braven Töchter waren, die guten Ehefrauen, die guten Mütter und irgendwann oft so Mitte vierzig, manchmal früher, manchmal später, merken sie, ich kann nicht mehr, ich bin leer, ich weiß gar nicht mehr, wer ich eigentlich bin.
00:07:51: funktioniert noch noch für die anderen.
00:07:53: Und das ist kein Zufall, dass das gerade in der Weihnachtszeit so deutlich wird, weil Weihnachten ist wie ein Brennglas für all das, ja, was wir das ganze Jahr über mit uns machen.
00:08:06: Gerade zu Weihnachten sind die Erwartungen höher, die Zeit ist knapper, der Druck, das alles perfekt sein muss, ist immens.
00:08:13: Und wer trägt diesen Druck?
00:08:16: In den allermeisten Familien sind es die Frauen.
00:08:19: Das ist jetzt keine Anklage an die Männer.
00:08:22: Das ist einfach Realität.
00:08:24: Und die dürfen wir uns anschauen.
00:08:26: Was vor allem die Frauen?
00:08:27: das Muster, dass die Frauen zu Weihnachten, also um die Weihnachtszeit fallen, ich nenne das in meiner Arbeit den Archetypen der Dienerin.
00:08:37: Ich arbeite mit zehn Typen, zehn Strategien, die wir Frauen gelernt haben.
00:08:45: uns zu fügen, uns klein zu machen, um geliebt zu werden.
00:08:49: Und die Dienerin, die glaubt tief im Inneren, dass sie nur dann wertvoll ist, wenn sie für andere da ist, wenn sie gibt, wenn sie sorgt, wenn sie sich aufopfert.
00:09:01: Ihr Wert bemisst sich daran, wie viel sie für andere tut, nicht daran, wer sie ist.
00:09:08: Das war übrigens mein beliebtes Muster, viele, viele Jahre lang.
00:09:12: Und vielleicht erkennst du dich ja darin wieder.
00:09:16: Ich jedenfalls, ich kenne dieses Muster in und auswendig.
00:09:20: Ich bin schon damit aufgewachsen.
00:09:23: Ich habe das gelebt und ich sage dir, das hat mich fast kaputt gemacht.
00:09:29: Und wofür?
00:09:30: für nichts?
00:09:32: Darum.
00:09:33: Ich möchte heute mit dir eine kleine Übung machen.
00:09:35: Wenn du gerade Auto fährst oder dich irgendwo konzentrieren musst, nachdenken musst, was auch immer, dann speicher dir diese Folge her später nochmal.
00:09:44: Aber wenn du gerade im Moment hast, vielleicht sitzt du ja mit einem Tee auf einem Sofa, vielleicht machst du auch gerade einen netten Spaziergang, dann lade ich dich jetzt mal ganz kurz ein, innen zu halten.
00:09:59: Und dann nimm mal tiefen Atemzug.
00:10:02: Atme mal ganz tief ein.
00:10:04: Fühl mal deine Lungen bis in die oberen Spitzen.
00:10:07: Lass sich mal deinen Bauch so richtig schön ausdehnen und atme wieder aus.
00:10:13: Vollständig aus.
00:10:20: Noch einmal saug mal die Luft ganz tief ein.
00:10:23: Ja, dehne den Bauch aus.
00:10:25: Schön ausmachen.
00:10:26: Schön weit.
00:10:28: Brust weit.
00:10:29: Bis in die oberen Lungenspitzen hinein und atme aus.
00:10:40: Und noch einmal, nimm noch mal einen tiefen Atemzug und lass mal deine Schultern dabei fallen.
00:10:51: Lass einfach mal locker atme aus, ganz lang, ganz lang ausatmen.
00:11:00: Und dann spür mal, wie dein Körper sich gerade anfühlt.
00:11:07: Ist der angespannt?
00:11:08: Und wenn ja, wo sitzt die Anspannung?
00:11:12: Sitzt sie im Nacken?
00:11:16: In den Schultern, dann lass sie noch mal los.
00:11:20: Vielleicht im Kiefer.
00:11:23: Lass den noch mal los.
00:11:28: Und nimm noch mal einen tiefen Atemzug.
00:11:34: Und lass noch mal beim Ausatmen alles los.
00:11:43: War entspannt.
00:11:47: Und jetzt frage dich mal, was würde ich tun, wenn niemand etwas von mir erwarten würde?
00:12:00: Wie würde mein ideales Weihnachten aussehen?
00:12:05: Nicht das Weihnachten deiner Eltern, nicht das Weihnachten aus den Zeitschriften, nicht das Weihnachten, von dem du glaubst, dass das deine Familie erwartet.
00:12:16: Dein Weihnachten, nur dein.
00:12:20: Das Weihnachten, das ich für dich so richtig gut anfühlen würde.
00:12:27: Vielleicht ist das ein stilles Weihnachten.
00:12:31: Vielleicht ist es ein Weihnachten am Strand ganz weit weg von hier.
00:12:36: Vielleicht ist es auch ein Weihnachten mit deiner Familie, aber ohne den ganzen Aufwand.
00:12:41: Einfach Pizza bestellen, Spiele spielen.
00:12:44: Vielleicht ist es ein Weihnachten, an dem du gar nicht zu Hause bist, sondern bei Freunden, die du dir ausgesucht hast.
00:12:52: Hier gibt es überhaupt kein richtig und kein falsch.
00:12:55: Es geht nur darum, dass du dir überhaupt erlaubst, dir diese Frage zu stellen.
00:13:02: Darum geht es nicht mehr.
00:13:04: Träumen darf man jederzeit.
00:13:07: Stell dir diese Frage und schau mal, was da kommt.
00:13:18: Und wenn du weiter darüber nachsehen willst, dann drück einfach mal Pause, nimm dir die Zeit und steig dann später hier wieder ein.
00:13:29: Ich höre jetzt natürlich schon die Einwände.
00:13:32: Ja, Yvonne.
00:13:33: Ich kann das doch nicht einfach so machen.
00:13:36: Und dann kommt eine Liste von Gründen, warum das nicht geht.
00:13:41: Die Schwiegereltern, die Kinder, der Partner, die Traditionen, die anderen.
00:13:45: Ich sag dir was.
00:13:47: All diese Einwände, die sind real.
00:13:50: Ich will sie überhaupt nicht kleinreden.
00:13:53: Aber sie sind auch Geschichten, die wir uns erzählen.
00:13:56: Geschichten darüber, was passiert, wenn wir aus der Rolle fallen.
00:14:03: Es sind Geschichten, die wir noch nicht gelebt haben.
00:14:08: Und diese Geschichten, wir wissen nicht mehr, ob die wahr sind.
00:14:12: Die halten uns gefangen.
00:14:16: Lass mich dir eine Geschichte erzählen.
00:14:18: Ich bin in der DDR aufgewachsen.
00:14:20: Ich war zwölf Jahre als die Mauer fiel.
00:14:22: Und jetzt wirst du denken, was hat das jetzt damit zu tun?
00:14:25: Naja, wenn es etwas gibt, das ich aus dieser Zeit mitgenommen habe, dann ist es das Systeme, die uns einschränken, die uns klein halten.
00:14:36: Die können fallen jederzeit.
00:14:39: Die können sich verändern, aber nur, wenn wir Menschen anfangen, anders zu denken.
00:14:45: wenn wir anfangen, für uns einzustehen und anders zu handeln.
00:14:51: Das klingt jetzt vielleicht ein bisschen zu groß für eine Podcastfolge über Weihnachtsstress, aber im Kern geht es um dasselbe.
00:14:59: Es geht um die Frage, lebe ich mein Leben oder werde ich gelebt?
00:15:04: Lebe ich das Leben, das andere für mich vorgesehen haben, erfülle ich Erwartung oder erfülle ich mich selbst?
00:15:14: Und ja, Wenn du anfängst, anders zu handeln, dann wird das im Außendringern garantiert.
00:15:21: Deine Mutter wird vielleicht enttäuscht sein, dein Partner irritiert, deine Schwiegermutter ist vielleicht pikiert.
00:15:29: Und das fühlt sich alles nicht so angenehm an.
00:15:31: Das weiß ich, das ist unbequem, aber weißt du was?
00:15:35: Das überlebst du.
00:15:36: Und die anderen, die überleben das auch.
00:15:40: Was du aber möglicherweise nicht überlebst, zumindest nicht ohne Schaden zu nehmen ist, ja für ja gegen dich selbst zu leben.
00:15:49: Dich ja für ja aufzueropfern für etwas, das sich einfach nicht mehr richtig anfühlt und das macht krank, das macht erschöpft, das macht leer.
00:16:00: Woher weiß ich das, weil ich das in meiner Praxis sehe.
00:16:03: Immer wieder.
00:16:04: Frauen, die jahrelang funktioniert haben und dann zusammenbrechen.
00:16:08: Burnout, Depressionen, Erschöpfungszustände.
00:16:12: Und wenn wir dann gemeinsam hinschauen, dann sehen wir, es waren tausend kleine Momente, in denen sie sich selbst verraten haben.
00:16:20: Tausend kleine Momente, in denen sie ja gesagt haben zu etwas, obwohl sie nein meinten.
00:16:27: Tausend kleine Momente, in denen sie sich klein gemacht haben des lieben Friedenswillens.
00:16:33: Hör dir mal die Folge vom achtzehnten November an, da erzähle ich einen Fall aus meiner Praxis.
00:16:41: Ich möchte dir noch etwas mitgeben, etwas sehr Praktisches.
00:16:45: Wenn du merkst, dass du gerade in diesem Weihnachtsstress steckst, dann halt einfach mal kurz inne und frag dich, was davon ist wirklich notwendig?
00:16:55: Was davon mache ich?
00:16:56: nur, weil ich denke, ich muss.
00:16:59: Und dann streiche nur eine Sache, nur eine einzige.
00:17:05: Die Sache, die am wenigsten notwendig ist.
00:17:08: Vielleicht sind es die selbstgebackenen Kekse.
00:17:10: Kauf welche.
00:17:12: Oder lass sie ganz weg.
00:17:14: Vielleicht ist es das perfekte Geschenk für die Schwiegermutter.
00:17:17: In Gutschein tut es auch.
00:17:19: Vielleicht ist es auch das aufwendige Menü.
00:17:22: Bestell was oder mach etwas, was einfacher ist.
00:17:26: Und dann beobachte, was passiert.
00:17:28: Wahrscheinlich passiert nichts Schlimmes.
00:17:31: Oder gar nichts.
00:17:32: Die Welt geht nicht unter, ja?
00:17:35: Weihnachten findet trotzdem statt.
00:17:38: Und du hast vielleicht eine Stunde gewonnen.
00:17:40: Eine Stunde für dich.
00:17:42: Eine Stunde, um einfach mal durchzuatmen.
00:17:45: Und das ist schon der Anfang.
00:17:46: Es geht nicht darum, von heute auf morgen alles zu ändern.
00:17:50: Radikal.
00:17:52: Es geht darum, kleine Schritte zu machen.
00:17:55: Wenn du nicht auf radikale Veränderungen stehst, mach kleine Schritte.
00:17:59: Ich persönlich, ich liebe radikale Dinge.
00:18:03: Aber... Das ist ja nicht für jedermanns Sache.
00:18:06: Aber so ein kleiner Schritt, so ein ganz kleiner, kleine Freiheiten sich zu nehmen, das sind so in homöopathischen Dosen.
00:18:15: Damit kann man anfangen, damit kann jeder anfangen.
00:18:18: Und du wirst merken, ich darf das.
00:18:21: Ich darf mir selbst Gutes tun, ich darf Grenzen setzen, ich darf die Grenzen auch verschieben und vor allem ich darf immer jederzeit nein sagen.
00:18:32: Und zum Abschluss möchte ich dir noch was persönlich jetzt erzählen, als ich dieses Jahr beschlossen habe, aus dem Weihnachtswahnsinn auszusteigen.
00:18:38: Da hatte ich natürlich Angst.
00:18:40: Ich hatte auch Angst, wie es meinem Partner damit gehen würde.
00:18:43: Er liebt Weihnachten, ja.
00:18:45: Ich hatte Angst, egoistisch zu sein.
00:18:48: Ich hatte auch Angst, etwas vielleicht in der Familie kaputt zu machen.
00:18:52: Aber weißt du, was passiert ist, meine Kinder, also mein Sohn und meine Tochter, ja.
00:18:58: Die haben sich sogar gefreut darüber.
00:19:00: Mein Sohn hat gesagt, endlich, Mama, ich fand es sowieso immer viel zu anstrengend.
00:19:03: Meine Tochter, die hat so richtig durchgeatmet und hat gesagt, dann muss ich mir auch keinen Stress machen.
00:19:10: Und mit meinem Geschwisternhand habe ich das sowieso schon seit Jahrzehnten so.
00:19:15: Weil das einfach viel, viel entspannter ist.
00:19:18: Das ist es, was ich meine, wenn ich sage, selbst für Sorge ist ansteckend.
00:19:23: Wenn du dir die Erlaubnis gibst, gut für dich zu sorgen, Dann gibst du auch anderen die Erlaubnis, gut für sich zu sorgen und du brichst dieses Muster auf.
00:19:34: Das zeigt, es geht auch anders.
00:19:37: Und vielleicht ist das das größte Geschenk, das du deiner Familie machen kannst.
00:19:42: Wenn du eine Tochter hast, sowieso.
00:19:45: Es ist nicht der perfekte Braten, es sind nicht die perfekten Geschenke, es ist nicht die perfekte Dekoration, sondern eine Frau, eine Mutter, eine Partnerin, die bei sich ist.
00:19:56: die entspannt ist, die präsent ist, die nicht gehetzt und gestresst und ausgebrannt am Weihnachtsabend da sitzt und eigentlich nur noch ihre Ruhe haben will.
00:20:07: Das wünsche ich dir.
00:20:09: Ich wünsche dir das nicht nur zu Weihnachten, sondern überhaupt, dass du dir die Erlaubnis gibst, dein Leben zu leben, wie es sich für dich gut anfühlt, dass du aufhörst, dich klein zu machen, um geliebt zu werden.
00:20:23: Denn hier ist die Wahrheit.
00:20:25: Du bist es wert, geliebt zu werden, nicht für das, was du tust, sondern für das, wer du bist.
00:20:33: In diesem Sinne, pass gut auf dich auf, sei sanft mit dir.
00:20:37: Und wenn du Lust hast, dann schreib mir gerne, wie dein Weihnachten dieses Jahr aussieht.
00:20:41: Ich freue mich, von dir zu hören.
00:20:42: Bis bald auf eine entspannte Adventszeit.
00:20:46: Mach's gut.
00:20:47: Tschüss.
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